Steuer Elektronisch

Elektronische Kommunikation zwischen Bürgern, Unternehmen und der Finanzverwaltung

1. Allgemeines

Die StDÜV und die StDAV eröffnen die Möglichkeit einer umfassenden elektronischen Kommunikation zwischen Bürgern, Unternehmern und Finanzverwaltungen. Einzelheiten insbesondere zu den eröffneten Zugängen, zur Bedienung und Bereitstellung der Schnittstellen und zur Datenübermittlung im Auftrag regelt ein Schreiben des BMF.

Die für die Übermittlung benötigten Schnittstellen werden ausschließlich auf diesen Internetseiten zur Verfügung gestellt.

Die Übermittlung elektronischer Dokumente ist zulässig, soweit der Empfänger hierfür einen Zugang eröffnet (§ 87a AO).

2. Schnittstellen

2.1 Schnittstellen der von den Finanzverwaltungen der Länder eröffneten Zugänge

2.1.1 Von den Finanzverwaltungen der Länder eröffnete Zugänge

Zugang zu den Schnittstellen und Informationen der unterstützten Steuerarten erhalten Sie auf den ELSTER-Webseiten für Entwickler.
ELSTER für Entwickler

2.1.2 Verfahren zur elektronischen Übermittlung von Jahresabschlüssen nach § 5b EStG an die Finanzverwaltung (E-Bilanz)

Mit § 5b EStG wurde eine Regelung zur modernen und unbürokratischen elektronischen Übermittlung des Inhalts von Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen geschaffen. Die Regelung galt ursprünglich für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2010 beginnen. Der Anwendungszeitpunkt wurde zwischenzeitlich um ein Jahr verschoben. § 5b EStG gilt nun für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2011 beginnen.
Mit Schreiben des BMF vom 28.09.2011 wurde die Taxonomie-Version 5.0 verbindlich veröffentlicht. Mit dieser Taxonomie können Datensätze für Wirtschaftsjahre die nach dem 31.12.2011 beginnen, an das Finanzamt übermittelt werden.
Mit BMF-Schreiben vom 05.06.2012 wurde eine überarbeitete Version der Taxonomien, die Taxonomie-Version 5.1, veröffentlicht. Diese Taxonomien sind grundsätzlich für die Übermittlung von Jahresabschlüssen für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2012 beginnen, zu verwenden.
Mit BMF-Schreiben vom 27.06.2013 wurde eine überarbeitete Version der Taxonomien, die Taxonomie-Version 5.2, veröffentlicht. Diese Taxonomien sind grundsätzlich für die Übermittlung von Jahresabschlüssen für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2013 beginnen, zu verwenden. Sie können auch für das Vorjahr verwendet werden. Die Übermittlungsmöglichkeit mit dieser Taxonomie-Version ist für Echtfälle ab 16.05.2014 gegeben.
Mit weiterem BMF-Schreiben vom 13.06.2014 wurde die Taxonomie-Version 5.3 veröffentlicht. Diese Taxonomien sind grundsätzlich für Wirtschaftsjahre zu verwenden, die nach dem 31.12.2014 beginnen. Es ist jedoch möglich, diese Taxonomien auch für das Wirtschaftsjahr 2014 oder 2014/2015 zu verwenden. Mit der Taxonomie 5.3 ist es nun möglich, E-Bilanzen für Körperschaften mit wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb oder Betriebe gewerblicher Art von juristischen Personen des öffentlichen Rechts zu übermitteln. Die Übermittlungsmöglichkeit mit dieser neuen Taxonomie-Version wird für Testfälle voraussichtlich ab November 2014 und für Echtfälle ab Mai 2015 gegeben sein.

Taxonomien vom 02.04.2014 (Taxonomie 5.3)

Excelvisualisierungen

  • GCD-Modul (Stammdaten)
  • Kerntaxonomie einschließlich MicroBilG-Sicht
  • Ergänzungstaxonomie für verschiedene verordnungsgebundene Branchen einschließlich MicroBilG-Sicht (Wohnungswirtschaft (JAbschlWUV), Land- und Forstwirschaft (BMELV-Musterabschluss), Krankenhäuser (KHBV), Pflegedienstleister (PBV), Verkehrsunternehmen (JAbschlVUV) und den kommunalen Eigenbetrieb (EBV oder ähnlichem))
  • Bankentaxonomie (für alle Unternehmen, die nach RechKredV bilanzieren)
  • Taxonomie für Zahlungsinstitute (für alle Unternehmen, die nach der RechZahlV bilanzieren)
  • Versicherungstaxonomie (für alle Unternehmen die nach RechVersV beziehungsweise RechPensV bilanzieren - hierunter fallen auch Pensionskassen)
  • Preview für künftig zur Verfügung stehende Tabellenbereiche für die Anbauverzeichnisse im Bereich der Land- und Forstwirtschaft

Hinweis:
Die Excel basierenden Visualisierungen stellen lediglich ein Werkzeug zur fachlichen Arbeit an den Taxonomien dar und beanspruchen keine Verbindlichkeit im Hinblick auf den amtlich vorgeschriebenen Datensatz. Diese ergibt sich allein aus den XBRL-Paketen.

Taxonomien als XBRL-Dateien

  • Download der Taxonomien im XBRL-Format

Änderungsnachweis und Vergleichsdokumente zum Taxonomie-Update 2014 (Taxonomie 5.2/5.3)

Taxonomien vom 30.04.2013 (Taxonomie 5.2)

Excelvisualisierungen

  • GCD-Modul (Stammdaten)
  • Kerntaxonomie einschließlich MicroBilG-Sicht
  • Ergänzungstaxonomie für verschiedene verordnungsgebundene Branchen einschließlich MicroBilG-Sicht (Wohnungswirtschaft (JAbschlWUV), Land- und Forstwirschaft (BMELV-Musterabschluss), Krankenhäuser (KHBV), Pflegedienstleister (PBV), Verkehrsunternehmen (JAbschlVUV) und den kommunalen Eigenbetrieb (EBV oder ähnlichem))
  • Bankentaxonomie (für alle Unternehmen, die nach RechKredV bilanzieren)
  • Taxonomie für Zahlungsinstitute (für alle Unternehmen, die nach der RechZahlV bilanzieren)
  • Versicherungstaxonomie (für alle Unternehmen die nach RechVersV beziehungsweise RechPensV bilanzieren - hierunter fallen auch Pensionskassen)
  • Preview für künftig zur Verfügung stehende Tabellenbereiche für Kapitalkontenentwicklung und Bilanzen/GuV für wirtschaftliche Geschäftsbetriebe von steuerbefreiten Körperschaften und Betriebe gewerblicher Art

Hinweis:
Die Excel basierten Visualisierungen stellen lediglich ein Werkzeug zur fachlichen Arbeit an den Taxonomien dar und beanspruchen keine Verbindlichkeit im Hinblick auf den amtlich vorgeschriebenen Datensatz. Diese ergibt sich allein aus den XBRL-Paketen.

Taxonomien als XBRL-Dateien

  • Download der Taxonomien im XBRL-Format

Änderungsnachweis und Vergleichsdokumente zum Taxonomie-Update 2013 (Taxonomie 5.1/5.2)

Taxonomien vom 01.06.2012 (Taxonomie 5.1)

Excelvisualisierungen

  • GCD-Modul (Stammdaten)
  • Kerntaxonomie
  • Branchentaxonomie für die Wohnungswirtschaft (JAbschlWUV), Land- und Forstwirschaft (BMELV-Musterabschluss), Krankenhäuser (KHBV), Pflegedienstleister (PBV), Verkehrsunternehmen (JAbschlVUV) und den kommunalen Eigenbetrieb (EBV oder ähnlichem)
  • Bankentaxonomie (für alle Unternehmen, die nach RechKredV bilanzieren)
  • Versicherungstaxonomie (für alle Unternehmen die nach RechVersV beziehungsweise RechPensV bilanzieren - hierunter fallen auch Pensionskassen)

Taxonomien als XBRL-Dateien

  • Download der Taxonomien im XBRL-Format

Änderungsnachweis und Vergleichsdokumente zum Taxonomie-Update 2012 (Taxonomie 5.0/5.1)

  • Download des Änderungsnachweises und Vergleichsdokumente
Taxonomien vom 14.09.2011 (Taxonomie 5.0)

Excelvisualisierungen

  • GCD-Modul (Stammdaten)
  • Kerntaxonomie
  • Branchentaxonomie für die Wohnungswirtschaft (JAbschlWUV), Land- und Forstwirschaft (BMELV-Musterabschluss), Krankenhäuser (KHBV), Pflegedienstleister (PBV), Verkehrsunternehmen (JAbschlVUV) und den kommunalen Eigenbetrieb (EBV oder ähnlichem)
  • Bankentaxonomie (für alle Unternehmen, die nach RechKredV bilanzieren)
  • Versicherungstaxonomie (für alle Unternehmen die nach RechVersV beziehungsweise RechPensV bilanzieren - hierunter fallen auch Pensionskassen)

Taxonomien als XBRL-Dateien

  • Download der Taxonomien im XBRL-Format
Pilotierungstaxonomie

Weitere Informationen

  • Schreiben des BMF vom 13.06.2014 zur Veröffentlichung der aktualisierten Taxonomien (Version 5.3)
  • Schreiben des BMF vom 27.06.2013 zur Veröffentlichung der aktualisierten Taxonomien (Version 5.2)
  • Schreiben des BMF vom 05.06.2012 zur Veröffentlichung der aktualisierten Taxonomien (Version 5.1)
  • Schreiben des BMF vom 28.09.2011 zur elektronischen Übermittlung von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung
  • Übersicht über die Verwendung der Taxonomie-Versionen für die Übermittlung von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung
  • FAQ
  • Übersicht bekannter Fehler
  • Technische Leitfäden zur E-Bilanz
  • Schreiben des BMF vom 19. Januar 2010 zum Übermittlungsformat
  • Schreiben des BMF vom 16. Dezember 2010 zum amtlich vorgeschriebene Datensatz – die XBRL-Taxonomie
  • Seiten des Verein XBRL Deutschland e. V.
  • Anbieterübersicht der Software-Produkte, die E-Bilanz unterstützen
  • Im Bereich für Entwickler auf www.elster.de können Softwarehersteller Fragen in einem von der Fachseite moderiertem Forum einstellen (Rubrik: Fachliche Fragen zur elektronischen Bilanz).
  • Kontakt zu den E-Bilanz Ansprechpartnern der Länder

2.1.3 Mitteilungen an das Kontroll- und Mitteilungsverfahren (KMV)

2.1.3.1 Allgemeine Dokumente zum Kontroll- und Mitteilungsverfahren

Das Kontroll- und Mitteilungsverfahren (KMV) des Vorhabens KONSENS hat zum Ziel, papiergebundene Mitteilungen durch ein maschinelles Verfahren abzulösen beziehungsweise neue Mitteilungen direkt auf elektronischem Weg zu erhalten. (KMV) setzt auf einem bestehenden Kommunikationsumfeld auf und nutzt die zur Verfügung stehenden Leistungen im Verfahren ELSTER (ELSTER für Entwickler). Das (KMV) umfasst nur Mitteilungen, die auf elektronischem Wege übermittelt werden.

Das Verfahren für die Übermittlung von Mitteilungen von externen Datenlieferanten ist in dem Dokument SST_KMV_Verfahrensablauf_Extern_1_0.pdf beschrieben. Bei (KMV) handelt es sich um ein asynchrones (offline-) Verfahren. Das heißt, die übermittelten Daten werden auf Grund ihres Volumens nicht direkt online überprüft, sondern sie werden in einem ersten Schritt zunächst nur entgegengenommen. In einem zweiten Schritt muss der Datenlieferant das in der Clearingstelle bereitgestellte Protokoll für die übermittelten Daten abholen und prüfen. In der Regel steht das Protokoll am Tag nach der Datenlieferung zur Verfügung, in Spitzenzeiten kann es bis zu 3 Tage bis zur Bereitstellung dauern. Sowohl für die Datenlieferung als auch für die Protokollabholung ist das ERiC-Entwicklerhandbuch (ERiC-EHB) zu nutzen (siehe ELSTER für Entwickler).

In dem Dokument SST_KMV_Datenschnittstelle_Protokoll_5.pdf ist das Protokoll in der Version 5 beschrieben. Die Schemadateien für das Protokoll sind in der ZIP-Datei Protokoll_V5_Schema.zip enthalten.

In dem Dokument SST_KMV_Kontrollmitteilung_Version_3.pdf ist der grundsätzliche Aufbau einer Kontrollmitteilung beschrieben. Eine Kontrollmitteilung besteht aus Basisinformationen, zum Beispiel dem Verfasser der Kontrollmitteilung, dem Meldejahr und dem betroffenen Steuerfall, und aus Detaildaten. In den Detaildaten sind spezifische Informationen zu den unterschiedlichen Kontrollmitteilungsarten definiert. Das Korrektur- und Stornierungsverfahren für Kontrollmitteilungen ist ebenfalls in diesem Dokument beschrieben.

In dem Dokument SST_KMV_Basisdaten_Version_3.pdf sind die Basisdefinitionen einer Kontrollmitteilung beschrieben. Die Elemente der Basisdefinitionen werden in der Kontrollmitteilung und auch in den Detaildaten verwendet. Durch die Basisdefinitionen wird zum Beispiel die Definition einer Adresse für alle Bereiche einheitlich vorgegeben.

Die verwendeten Schemadateien sind in der Dokumentation zu den Kontrollmitteilungsarten enthalten.

2.1.3.2 Mitteilung über unentgeltliche Depotübertragungen nach § 43 Absatz 1 Satz 5 und 6 EStG

In dem Dokument SST_KMV_DEP_Detail_Version_2.pdf sind die die Detaildaten der Mitteilung über unentgeltliche Depotübertragungen nach § 43 Absatz 1 Satz 5 und 6 EStG (Abkürzung DEP für diese Mitteilungsart) beschrieben.

Die gesamte Mitteilung über unentgeltliche Depotübertragungen nach § 43 Absatz 1 Satz 5 und 6 EStG ist in dem Dokument SST_KMV_DEP_Version_2.pdf beschrieben. Hier sind die fachlichen Festlegungen zum Inhalt der Mitteilung definiert. Durch die fachlichen Festlegungen werden die innerhalb der Basisdefinitionen zu verwendenden Anweisungsmöglichkeiten für diese Mitteilungsart spezifiziert.

Die gesamte Schema-Dokumentation zu dieser Mitteilungsart steht als HTML Doku in der ZIP-Datei HTML_DEP_000002.zip zur Verfügung.
Die Schemadateien stehen in der ZIP-Datei DEP_000002_Schema.zip zum Download zur Verfügung.

2.1.3.3 Mitteilung über die Abstandnahme vom Kapitalertragsteuerabzug nach 43 Absatz 2 Satz 7 EStG

In dem Dokument SST_KMV_FKB_Detail_Version_2.pdf sind die die Detaildaten der Mitteilung über die Abstandnahme vom Kapitalertragsteuerabzug nach § 43 Abs. 2 Satz 7 EStG (Abkürzung FKB für diese Mitteilungsart) beschrieben.

Die gesamte Mitteilung über die Abstandnahme vom Kapitalertragsteuerabzug nach § 43 Absatz 2 Satz 7 EStG ist in dem Dokument SST_KMV_FKB_Version_2.pdf beschrieben. Hier sind die fachlichen Festlegungen zum Inhalt der Mitteilung definiert. Durch die fachlichen Festlegungen werden die innerhalb der Basisdefinitionen zu verwendeten Anweisungsmöglichkeiten für diese Mitteilungsart spezifiziert.

Die gesamte Schema-Dokumentation zu dieser Mitteilungsart steht als HTML Doku in der ZIP-Datei HTML_FKB_000002.zip zur Verfügung.
Die Schemadateien stehen in der ZIP-Datei FKB_000002_Schema.zip zum Download zur Verfügung.

2.1.3.4 Übersicht der in Planung befindlichen Mitteilungsarten

Die in den nachfolgenden Kapiteln beschriebenen Mitteilungsarten sind in Planung. Die Schnittstellen sind teilweise abgestimmt, die Leistungen zur Übermittlung der Mitteilungen stehen produktiv noch nicht zur Verfügung.

2.1.3.4.1 Zuwendungsbestätigungen nach § 10b EStG

Die Schnittstelle für die Zuwendungsbestätigungen wird aktuell noch angepasst, weil sich die Muster für die Zuwendungsbestätigungen geändert haben (vergleiche BMF-Schreiben vom 07.11.2013).

In dem Dokument SST_KMV_ZUW_Detail_Version_4.pdf sind die Detaildaten über Zuwendungsbestätigungen nach § 10b EStG (Abkürzung ZUW für diese Mitteilungsart) beschrieben.

Der gesamte Aufbau einer Zuwendungsbestätigung nach § 10b EStG ist in dem Dokument SST_KMV_ZUW_Version_4.pdf beschrieben. Hier sind die fachlichen Festlegungen zum Inhalt der Zuwendungsbestätigung definiert. Durch die fachlichen Festlegungen werden die innerhalb der Basisdefinitionen zu verwendeten Anweisungsmöglichkeiten für diese Mitteilungsart spezifiziert.

Die gesamte Schema-Dokumentation zu dieser Mitteilungsart steht als HTML Doku in der ZIP-Datei HTML_ZUW_000004.zip zur Verfügung.
Die Schemadateien stehen in der ZIP-Datei ZUW_000004_Schema.zip zum Download zur Verfügung.

2.2 Schnittstellen der von der Bundesfinanzverwaltung eröffneten Zugänge

2.2.1 Verfahren zur elektronischen Übermittlung von Sammelanträgen nach §45b EStG an das BZSt (SAMA/ELMA5)

Für die elektronische Übertragung von Sammelanträgen nach § 45b EStG (SAMA) an das BZSt steht seit Januar 2007 die ELMA5-Schnittstelle bereit. Download der Schnittstellenbeschreibung

2.2.2 Verfahren zur elektronischen Datenübermittlung mit ELSTER-Zertifikaten an das BZSt (ELMA5-ZIVIT)

Mit ELMA5 können Daten zwischen beliebigen Endstellen und dem BZSt schnell und kostengünstig übertragen werden.
Download der Schnittstellenbeschreibung

3. Eröffnete Zugänge